Traumtor verhindert TSG-Punkte

Die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach unterliegt dem TSV Weilimdorf zuhause nach schwacher zweiter Hälfte mit 0:1.

Das hatte sich die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach sicherlich anders vorgestellt: Gegen den Aufsteiger Weilimdorf – zuletzt mit drei Niederlagen aus vier Spielen – war man als Favorit gestartet, unterlag aber dennoch. Beim TSV Weilimdorf stand derweil ein neuer Trainer an der Seitenlinie. Oliver Stierle übernahm das Amt unter der Woche von Vorgänger und Ex-Profi des VfB Stuttgart Manuel Fischer. Offensichtlich hatte Stierle seiner Mannschaft nach der Negativserie zuletzt neues Leben eingehaucht. Bereits in der Anfangsphase entwickelte sich ein abwechslungsreiches Spiel auf Augenhöhe mit vielen Chancen. Obwohl die TSG vorne durchaus zu gefallen wusste, war die Mannschaft von Patrick Faber im Defensivverbund nicht immer sattelfest.

Ein erster Anflug von Kreativität zeichnete einen Freistoß von Nicola Zahner aus. Nach fünf Minuten rechnete der TSV mit einer Flanke aus dem Halbfeld. Mit einem Flachpass in den Lauf des startenden Philipp Tabatabai überlistete er die Gästeabwehr, die Kugel geriet allerdings zu lang. Auf der Gegenseite präsentierte sich die TSG früh in der Begegnung nicht konsequent genug, als Weilimdorfs Samir Genc drei Spieler zum Tänzchen bat und letztlich nur an Torwart Joshua Barth scheiterte. Bis zur Halbzeit entwickelte sich so langsam eine Chancenflut auf beiden Seiten. Während die TSG nach 20 Minuten und überragendem Spielaufbau von Wagemann mit einer flachen Hereingabe von Tim Ruth knapp scheiterte, weil Tabatabai im letzten Moment von seinem Gegenspieler geblockt wurde, kam man einem Treffer nach einer halben Stunde noch näher.

Neuzugang Muhamed Sanyang kam links außen an den Ball und scheiterte nach Doppelpass mit Tabatabai an seiner zu zentralen Ausführung. Im Gegenzug hatte nun die TSG Glück: Einen Ball hinter die Abwehr schätzte Barth im Tor zu kurz ein. So spritzte der Gästeangreifer dazwischen, konnte die Kugel aber letztlich nicht kontrollieren. In der Phase direkt vor der Pause ging es Schlag auf Schlag. Denn nur zwei Minuten später erkämpfte der erneut sehr auffällige Tabatabai sich am gegnerischen Strafraum den Ball und zog direkt aus gut 20 Metern ab. Die Latte sowie die Fingerspitzen des Torhüters verhinderten die Führung für Hofherrnweiler. Bei der anschließenden Ecke nutzte Baba Mbodji seine überraschenden Freiheiten nicht und köpfte aus acht Metern deutlich über das Tor. Kurz darauf erspielte sich die TSG eine weitere hochkarätige Chance, als Sanyang nach einem schnell ausgespielten Freistoß von Zahner blendend in Szene gesetzt wurde. Rechts im Strafraum verzog der Flügelspieler aber um einen halben Meter. Ein letztes Highlight hielt die erste Hälfte allerdings noch parat: Bei einem Freistoß kam Weilimdorfs Erdinc Bozoglu zum Kopfball. Dieser wollte es aber zu genau machen, sodass das Spielgerät an der Latte landete.

Hälfte zwei wesentlich gemäßigter – dafür aber mit Tor

Nach diesem spektakulären Hin und Her gingen es die Teams in Hälfte zwei merklich ruhiger an. Offensichtlich waren beide Trainer nicht mit der Defensivleistung ihrer Schützlinge einverstanden und gaben nach Wiederbeginn eine konservativere Marschroute vor. Zwar verpasste die TSG kurz nach der Pause erneut die Führung, als Mbodjis Schuss auf der Linie von einem Abwehrspieler geklärt wurde. Nun spielte sich ein Großteil des Geschehens aber im Mittelfeld ab. Dies änderte sich erst  wieder in der Schlussphase, als TSV-Joker Giuseppe Berretta sich an der Mittellinie mit dem Ball auf die Reise machte, auf dem linken Flügel vier TSGler stehen ließ und den Ball aus etwa 22 Metern über den rechten Fuß rutschen ließ. Die Kugel drehte sich perfekt in den rechten Knick, Joshua Barth streckte sich vergebens.

Wirklich abgezeichnet hatte sich der Treffer nicht, die TSG war nun aber unter Zugzwang. Abgesehen von einem möglichen Handelfmeter und einem zu zentralen Schuss von Luca Sigloch brachte die TSG nicht mehr viel zustande. So jubelt nach einem spektakulären Spiel im Fritz Sportpark der Aufsteiger aus Weilimdorf. Giuseppe Berretta verhinderte mit seinem überragenden Solo ein Remis am Sauerbach. Für die TSG geht es in der Tabelle zurück auf Rang zehn der Tabelle. Am nächsten Samstag wartet auswärts um 15 Uhr Oberligaabsteiger Fellbach.

Tor: 0:1 Berretta (78.)

TSG: Barth – Ruth, Lechleitner (80. Dickmann), Wagemann, Mbodji – Bucan (46. Wünsch), Freitag, Zahner, Sanyang (80. Sigloch), Arslan (68. Ibrahim) – Tabatabai (80. Schimmele)

Aufsteiger Weilimdorf kommt in die Weststadt

Am Samstag trifft die Faberelf um 15.30 Uhr im heimischen FRITZ Sportpark auf den TSV Weilimdorf.

Eine englische Woche voller Aufs und Abs gab es zuletzt für die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach. Nachdem es mit zwei Siegen gegen Berg und besonders spektakulär gegen Ehingen-Süd zunächst sechs Punkte gab, wollte die Mannschaft der Trainer Patrick Faber und Bastian Heidenfelder zum Abschluss auch bei den Young Boys Reutlingen dagegenhalten. Der Tabellenführer erwies sich dann allerdings als klar zu stark und behielt mit 4:0 die Oberhand.

Dennoch hat sich die Mannschaft aus der Aalener Weststadt mittlerweile gut in der Verbandsliga eingefunden. Nach einem kompletten Kaderumbruch im Sommer hatte man zunächst einmal abwarten müssen, wie sich die mit zahlreichen jungen Spielern besetzte Mannschaft schlagen würde. Sieben Verbandsligaspiele später steht nun der siebte Tabellenplatz für einen Kader, dessen Saisonziel sein wird, den Klassenerhalt so früh wie möglich zu sichern.

Wundertüte Weilimdorf

Auch der TSV Weilimdorf hat abwechslungsreiche Wochen hinter sich. Teils klaren Siegen wie einem 4:0 gegen die TSG Tübingen folgten derbe Klatschen wie ein 2:9 während der englischen Woche in Dorfmerkingen. Der TSV ist also durchaus eine Wundertüte, wenngleich der Trend klar nach unten zeigt. Drei Niederlagen aus den vergangenen vier Spielen sind ursächlich für Rang 13 derzeit.

Selbst wenn die TSG nach dem bisherigen Saisonverlauf als leichter Favorit ins Spiel geht, wird man nicht mit voller Kapelle antreten können. Unter anderem fehlen die Eigengewächse Tim Seidler und Julian Köhnlein sowie Yusuf Baran, Maximilian Klenk und Leon Ziemer. Wer am Samstag die bessere Form hat, stellt sich dann ab 15.30 Uhr im FRITZ Sportpark heraus.

Von Patrick Schlipf

Tabellenführer zu stark für die TSG

Die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach unterliegt dem Tabellenführer Young Boys Reutlingen mit 0:4. Für Patrick Faber und sein Team am Ende ein gebrauchter Tag.

Es sollte das Spitzenspiel der Verbandsliga werden. Der Erste gegen den bis dahin Fünften aus der Weststadt. Die Jungs von Kapitän Nico Zahner hatten sich nach dem Sieg unter der Woche gegen den SSV Ehingen-Süd einiges vorgenommen. Der Tabellenführer von der „Kreuzeiche“ hatte bisher alle Spiele gewonnen und wollte heimischem Publikum die Serie fortsetzen. Gleich zu Beginn zeigten die Jungs von Volker Grimminger, dass die zurecht an der Spitze der Tabelle stehen. Belohnt wurde dieser Auftakt mit dem 1:0 durch Marko Drljo in der 20. Minute. Die TSG schüttelte sich kurz und wollte dann schnellstmöglich den Ausgleich. Immer wieder wagte man sich aus der Deckung. Ein entscheidender Treffer sollte nicht fallen. Kurz vor dem Wechsel, zum wahrlich ungünstigsten Zeitpunkt, erhöhten die Gastgeber auf 2:0. Dieses Mal konnte sich Adil Iggoute in die Torjägerliste eintragen. Dies war die letzte Aktion vor der Pause. Im zweiten Durchgang das gleiche Bild. Reutlingen dominierte die Partie. Die Weilermer versuchten eine Lücke zu finden, vergebens. Die Young Boys-Defensive stand sicher. Auf der anderen Seite gelang den Hausherren dank den Treffern von Michael Diescher (3:0/64.) und Hakan Aktepe (4:0/75.) die Entscheidung, Am Ende war das Ergebnis vielleicht 1-2 Treffer zu hoch, aber mehr als verdient. Nun gilt es sich zu schütteln und sich perfekt auf das Duell gegen den TSV Weilimdorf am kommenden Wochenende vorzubereiten.

TSG: Barth – Ruth, Wagemann, Arslan (23. Sigloch), Mbodji, Sanyang (60. Ibrahim), Wünsch, Kurz (66. Lechleitner), Zahner, Tabatai (46. Freitag), Bucan.
Tore: 1:0 Marko Drljo (20.), 2:0 Adil Iggoute (45+3.), 3:0 Michael Diescher (64.), 4:0 Hakan Aktepe (75.)

Von Kai Eder

TSG zu Gast beim Spitzenreiter

Für die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach (5.) geht es am Sonntag (14. September) zum Spitzenspiel beim Tabellenführer Young Boys Reutlingen. Anpfiff der Partie des siebten Spieltags der Verbandsliga-Württemberg ist um 15 Uhr im Medica-Logistik-Sportpark. 

Was für eine Woche liegt hinter der Elf von Patrick Faber? Erst der 1:0-Sieg beim TSV Berg und dann das 4:2 im Flutlichspiel gegen den SSV Ehingen-Süd. Das neuformierte Team aus der Weststadt harmoniert bereits auf und neben dem Platz sehr gut und holt Punkte gegen die Spitzenteams der Liga.

Reutlingen grüßt vom Platz an der Sonne

Der Lohn für diese Leistung ist ein starker Platz fünf und das Top-Spiel gegen den aktuellen Ligaprimus Young Boys Reutlingen. Die Jungs von Volker „Volle“ Grimminger sind in der Liga noch ungeschlagen und konnten unter der Woche einen der Mitfavoriten TSV Oberensingen auf deren Platz besiegen und die „weiße Weste“ behalten. Für die „Minimalisten“ der Liga ein absolutes Highlight.

Mit neun erzielten Treffern in sechs Spielen hat die TSG zehn Zähler einfahren. Das Spiel gegen den SSV Ehingen-Süd war das Torreichste der noch jungen Saison. Beeindruckend war aber das „Wie“. Nach einem frühen Rückstand konnte die Mannschaft um Kapitän Nico Zahner die Partie innerhalb von zwei Minuten drehen. Vor allem der Ausgleich von Marc Wagemann mit der Marke „Tor des Monats“ geht momentan auf den Social-Media-Kanälen viral. Ein Schuss knapp hinter der Mittellinie bescherte dem Innenverteidiger seinen ersten Treffer für seinen neuen Verein. Im Sommer wechselte er aus Crailsheim an den Sauerbach.

Ein weiterer Neuzugang konnte sich ebenfalls das erste Mal in die Torjägerliste eintragen. Muhamed Sanyang, der von der TSG kurzfristig verpflichtet wurde, gelang in der 24. Minute das 2:1. Damit war die Partie gedreht. Die Treffer von Mert Arslan und Nico Zahner sicherten der Faber-Elf verdiente drei Zähler. Mit dem Selbstvertrauen aus diesem gelungenen Saison-Auftakt reist der TSG-Tross an die traditionsreiche „Kreuzeiche“.

Volker Grimminger, der in seiner Jugendzeit für den SVH Königsbronn die Kickschuhe schnürte und von dort in die Talentschmiede des VfB Stuttgart wechselte, freut sich auf den Besuch des Teams von der Ostalb. Vor heimischem Publikum sicherte sich Young Boys durch ein deutliches 4:0 die drei Zähler. „Reutlingen hat letzte Saison bereits eine starke Rückrunde gespielt und sich im Sommer nochmals gezielt verstärkt. Wir freuen uns sehr auf das Duell gegen den Spitzenreiter und werden alles geben, damit wir dort bestehen“, so TSG-Trainer Patrick Faber.

Hinweis: 
Die TSG setzt einen Bus zum Spiel gegen die Young Boys Reutlingen ein. Treffpunkt ist am Sonntag (14. September) um 11.15 Uhr im FRITZ Sportpark. Anmeldungen per E-Mail unter a.pfeifer@tsg-hofherrnweiler.deoder telefonisch bei Mario Katinic (0172/6353256). Kosten 15 EUR inkl. Eintrittskarte.

Von Kai Eder

TSG siegt bei Traumtorfestival

Unter Flutlicht besiegt die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach den SSV Ehingen-Süd nach Rückstand verdient. Unter anderem trifft Marc Wagemann aus 45 Metern.

Sechs Punkte in vier Tagen sind ein Wort: Nach durchwachsenem Saisonstart ist die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach mittlerweile absolut in der Saison angekommen, hat kurz nach dem Sieg gegen Spitzenteam Berg am Samstag nun den SSV Ehingen-Süd bezwungen und klettert in der Tabelle weiter nach oben.

Vor gut 250 Zuschauern im FRITZ Sportpark in Hofherrnweiler ging keines der beiden Teams als Favorit in die Flutlichtpartie. Die aus der Nähe von Ulm angereisten Gäste standen zwar in der Tabelle auf Platz sechs einen Rang vor der Faber-Elf, für die Favoritenrolle waren allerdings die Ergebnisse beider Seiten in der bisherigen Saison zu wechselhaft. TSG-Trainer Patrick Faber brachte zu Beginn Silas Kurz für Lukas Schimmele, ansonsten war die Startelf unverändert. Dass man die Begegnung anders als am Wochenende nicht ohne Gegentor beenden würde, war bereits nach drei Minuten klar. Bei einer Ecke auf den ersten Pfosten lief SSV-Verteidiger Maximilian Rupp stark ein und ließ die Kugel über seinen Scheitel ins lange Eck gleiten. Joshua Barth war aus kurzer Entfernung machtlos.

Nach dem frühen Rückstand schüttelten die Hausherren den Schock jedoch schnell aus ihrem roten Dress und erspielten sich ein Übergewicht, ohne Ehingen-Süd zu dominieren. Nach einer ersten Annäherung von Tabatabai und Sanyang war es nach 20 Minuten Wagemann, der für einen echten Knaller sorgte. Dieser bekam als letzter Mann am Anstoßpunkt den Ball zugespielt, hob kurz den Kopf und zog dann gnadenlos noch im Mittelkreis ab. Die Kugel schlug nach ihrem Flug über 45 Meter halbhoch rechts im Tor ein. Trotz des unfassbaren Strahls dürfte der Gästetorwart aus dieser Entfernung mit in der Verantwortung stehen. Beflügelt von diesem Sonntagsschuss blieb die TSG direkt dran und drehte die Partie zwei Minuten später durch Muhamed Sanyang, der vergangene Woche aufgrund der Personalnot verpflichtet wurde. Der Flügelspieler vernaschte im Strafraum seinen Gegenspieler mit einem Übersteiger, nahm die Ausfahrt links und tunnelte anschließend den Torwart.

Wer gedacht hatte, dass die Gästemannschaft nach zwei spektakulären Toren binnen kürzester Zeit aufstecken würde, lag allerdings falsch. Obwohl die TSG weiterhin zu einigen Torchancen kam, wurde nun auch wieder Ehingen-Süd gefährlich. Während zwei Freistöße zunächst ungenutzt blieben, stand Simon Dilger nach schönem Steckpass rechts allein vor Joshua Barth. Der Gästestürmer erwischte den Ball allerdings nicht richtig und verzog. Nachdem das Auswärtsteam in Halbzeit eins den besseren Start erwischte, gelang dies nach Wiederbeginn der TSG. Es waren bereits zehn Minuten gespielt, als Philipp Tabatabai in einer Ausholbewegung des Gegners im Strafraum zum Ball ging und von diesem voll erwischt wurde. Eine für den Verteidiger ebenso unglückliche wie klare Entscheidung. TSG-Kapitän Nicola Zahner nahm sich der Sache an und verwandelte sicher oben links.

Arslan sorgt für die Entscheidung

Nach dem Treffer zog sich das Heimteam dann allerdings etwas zu sehr zurück und so dauerte es nur eine Viertelstunde, bis der alte Abstand wieder hergestellt war. Diesmal packte Maximilian Eiselt seinen linken Huf aus über 30 Metern aus. Der Mittelfeldmann ließ den Ball über seinen Spann rutschen und so drehte sich dieser perfekt rechts oben in den Winkel. Für Barth bestand keine Chance bei diesem erneuten absoluten Traumtor. Anstatt sich nun in der Schlussphase einzuigeln, spielte die Faberelf weiter mutig nach vorn und suchte die endgültige Entscheidung. Und während dies durch die schöne Einzelaktion von Mert Arslan in der 85. Minute gelang, kam der Gast zu keiner weiteren Aktion mehr.

Am Ende steht ein wichtiger Sieg in einem Fest für jeden anwesenden Zuschauer unter Flutlicht. Beiden Teams gebührt ein Lob für ein extrem kurzweiliges Spiel auf witterungsbedingt tiefem Geläuf. Die TSG spielte in diesem Duell jedoch den erwachseneren Fußball. Nach dem Ausgleich durch Wagemann hatte man zu keiner Zeit wirklich das Gefühl, dass das Team den Platz nicht als Sieger verlassen würde. In der Tabelle rückt man mit nun zehn Zählern vor auf Rang fünf. Am Sonntag wartet auswärts Spitzenreiter Reutlingen.

Tore: 0:1 Rupp (3.), 1:1 Wagemann (22.), 2:1 Sanyang (23.), 3:1 Zahner (54./FE), 3:2 Eiselt (73.), 4:2 Arslan (85.)

TSG: Barth – Ruth, Wagemann, Mbodji, Kurz – Bucan, Zahner (86. Wünsch), Seidler (71. Freitag), Arslan (90.+2 Dickmann), Sanyang (90.+1 Sigloch) – Tabatabai (80. Ibrahim)

Von Patrick Schlipf

Holger Steibel mit DFB-Ehrenamtspreis ausgezeichnet

Holger Steile wird für sein jahrelanges Engagement bei der TSG Hofherrnweiler-Unterrombach ausgezeichnet und vom Deutschen Fußballbund mit dem Ehrenamtspreis 2025 geehrt.

Er ist überall im Verein zur Stelle, wo eine helfende Hand gebraucht wird. Sein Einsatz für die TSG ist die Definition des Ehrenamts und dies würdigt nun auch der DFB sowie der Württembergische Fußballverband. Der sportliche Leiter, Jugendleiter und Jugendtrainer der TSG Hofherrnweiler-Unterrombach Holger Steibel wird mit dem DFB-Ehrenamtspreis 2025 ausgezeichnet. Damit würdigt der Württembergische Fußballverband sein außergewöhnliches Engagement für den Verein und den Fußball im Bezirk Ostwürttemberg.

Um ehrenamtliches Wirken sichtbar zu machen, verleihen der Deutsche Fußball-Bund und seine Landesverbände seit über 20 Jahren den DFB-Ehrenamtspreis. Jährlich werden rund 280 Frauen und Männer ausgezeichnet, die in ihren Vereinen Außergewöhnliches leisten. Zudem werden sieben der Geehrten in den „Club 100“ des DFB aufgenommen – verbunden mit einem Länderspielbesuch und einer exklusiven Auszeichnungsveranstaltung. Diese Ehre wird nun auch Holger Steibel zuteil. Nach einer Ehrung im November in Karlsruhe wird er im kommenden April zudem im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund geehrt.

Holger Steibel ist seit vielen Jahren eine tragende Säule der TSG. Ob als sportlicher Leiter, Jugendtrainer, Organisator oder Helfer in besonderen Situationen – auf ihn ist immer Verlass. Er koordiniert den Spiel- und Trainingsbetrieb, kümmert sich um Infrastruktur und Vereinslogistik, springt bei Bedarf sogar als Physiotherapeut ein und war im Sommer 2024 sogar bei den Hochwassernächten im Einsatz. Mit seiner Vielseitigkeit, seinem Fachwissen und seiner unermüdlichen Einsatzbereitschaft verkörpert er das Ehrenamt in seiner ganzen Breite.

„Holger ist für uns weit mehr als ein Funktionär – er ist Vorbild, Motivator und eine echte Identifikationsfigur für die gesamte TSG. Wenn irgendwo im Verein eine helfende Hand benötigt wird, kann man sich auf Holger hundertprozentig verlassen“, betont der Vorsitzende Achim Pfeifer. Steibel ist bereits seit über 20 Jahren im Verein aktiv und war bereits in unterschiedlichen Positionen tätig.

Die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach gratuliert Holger Steibel herzlich zu dieser verdienten Auszeichnung, bedankt sich für seinen unermüdlichen Einsatz und freut sich, mit ihm gemeinsam auch in den kommenden Jahren den Verein als lebendige Gemeinschaft weiter zu gestalten.

Faberelf belohnt sich für Spitzenleistung

Die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach besiegt auswärts das Spitzenteam aus Berg nach starker Leistung mit 1:0.

Mit zwei Debütanten in der Startelf überraschte TSG-Trainer Patrick Faber den TSV Berg am Samstagnachmittag. Einerseits kam der in der Vorwoche vom VfR Aalen verpflichtete Philipp Tabatabai direkt in der Sturmspitze zum Einsatz. Aufgrund der Verletzungsmisere in der Weststadt schnürt seit wenigen Tagen zudem Muhamed Sanyang seine Stiefel für die TSG. Der zuletzt vereinslose Akteur war zuvor etwa in der Oberliga für Mannheim und Fellbach aktiv.

Favorisiert war in dieser Partie aber dennoch der TSV Berg. Nach neun Punkten aus vier Spielen und 13:4 Toren waren die Rollen klar verteilt. Die TSG, die zuletzt dreimal sieglos geblieben war, erwischte den deutlich besseren Start, woran auch die beiden Neuzugänge im Team beteiligt waren. Philipp Tabatabai feierte für die Gäste nach sieben Minuten beinahe einen Traumeinstand. Die Unterkante der Latte, die Torlinie sowie fehlender Wille des Schiedsrichters zum Torpfiff verhinderten dies jedoch. Ob die Kugel vor oder hinter der weißen Linie aufgesprungen war, ließ sich nicht sagen.

TSG belohnt sich

Die Faberelf blieb aber dran und drückte weiter. Nach 16 Minuten stieg Sommerneuzugang Baba Mbodji bei einer Hereingabe am höchsten und verwandelte zur Führung für die TSG. Kurz darauf war sogar der Doppelschlag möglich, als Tabatabai den Torwart nach tödlichem Pass aus dem Mittelfeld umkurvte. Ein Berger Verteidiger hatte allerdings etwas dagegen und rettete spektakulär per Grätsche auf der Linie.

Nach einer guten halben Stunde hätte sich die verpasste Chance beinahe gerächt. Durch ein Missverständnis zwischen Torwart Joshua Barth und Torschütze Mbodji war ein Berger Stürmer allein vor dem leeren Tor, traf aus schwierigem Winkel allerdings nur den Pfosten. Kurz vor dem Pausentee hatte dann noch einmal die TSG die Möglichkeit auf das 0:2, Muhamed Sanyang vergab unter Bedrängnis jedoch aus drei Metern.

Nach dem Seitenwechsel wurde Berg stärker und die TSG spielte zunehmend auf Ergebnissicherung. Allerdings tat sich der Favorit auf tiefem Geläuf offensiv weiterhin schwer. Eine zerfahrene und zu Teilen wilde Partie entwickelte sich zusehends zum Kampf mit dem Ball, sich selbst und dem Gegner. Die Mannen von Patrick Faber nahmen dies voll an und warfen sich in jeden Zweikampf. In einer der wenigen offensiven Aktionen der TSG in Halbzeit zwei sprang der Ball einem TSV-Angreifer an den ausgestreckten Arm, was zum Unverständnis der TSG nicht mit einem Elfer geahndet wurde.

Berg wird besser, bleibt aber ohne Torgefahr

Torgefahr konnte Berg fast nur nach Freistößen ausstrahlen. Einen Versuch aus 16 Metern hielt Joshua Barth in der Schlussphase aber bockstark links unten. In der Folge gelang es der TSG durch die eigene Galligkeit sowie fünf Wechsel, Zeit von der Uhr zu nehmen. Berg kam nicht mehr entscheidend vor den TSG-Kasten und so stand bei Schlusspfiff ein verdienter 1:0-Auswärtssieg. Hofherrnweiler nimmt drei Punkte aus der Nähe von Ravensburg auf die zweieinhalbstündige Heimfahrt mit und klettert in der Tabelle auf Platz sieben. Das nächste Spiel steht für die TSG bereits am Mittwoch zuhause gegen Ehingen-Süd an. Anpfiff im FRITZ-Sportpark ist um 18.30 Uhr.

Tor: 0:1 Mbodji (16.)

TSG: Barth – Ruth, Wagemann, Mbodji (82. Ljatifi), Schimmele – Bucan, Seidler, Zahner (90. Scherer), Arslan (85. Dickmann), Sanyang (75. Kurz) – Tabatabai (78. Ibrahim)

Von Patrick Schlipf

Nächster Auswärtsprüfstein für TSG

Für die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach geht es am Samstag nach Berg in der Nähe von Ravensburg. Anstoß ist um 15.30 Uhr.

Vor zwei Wochen hatte für die TSG bereits in Holzhausen eine schier unlösbare Auswärtsaufgabe angestanden. Und ähnlich wie beim 0:0-Erfolg gegen den übermächtig erscheinenden Aufstiegsfavorit aus dem Nordschwarzwald soll auch am Samstag wieder gepunktet werden. Der TSV Berg startete nicht minder eindrucksvoll in die neue Verbandsligarunde und stand nach zwei Spieltagen sogar noch vor Holzhausen in der Tabelle. Mit einem unfassbaren 8:2-Sieg gegen Esslingen und einem 4:0-Erfolg in Tübingen rangierte der TSV mit sechs Punkten und 12:2 Toren auf Platz eins.

Seitdem zog man gegen Oberligist Normannia Gmünd nach erfolgreichem Elfmeterschießen in die nächste Pokalrunde ein, unterlag in der Liga aber erstmals in dieser Saison. Beim 0:2 gegen den TSV Oberensingen ließ das Team aus der Nähe von Ravensburg in dieser Saison die ersten Punkte liegen.

Hofherrnweiler bisher mit Licht und Schatten

Die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach geht demnach nicht als Favorit in die Begegnung. Doch trotz dieser Rolle schlug man sich auch gegen Holzhausen gut. Und genau an dieser Leistung will sich die Mannschaft von Trainer Patrick Faber auch diesmal orientieren. So soll der TSV Berg zum Wendepunkt im Saisonstart werden, der bisher durchwachsen gesehen werden kann. Nach zwei Siegen im Pokal und einem in der Liga gegen Waiblingen folgten in den letzten Wochen Niederlagen im Pokal und zweimal in der Liga.

Der Punktgewinn in Holzhausen nach der besten Saisonleistung hellt die Bilanz auf. Nach vier Spieltagen und ebenso vielen Punkten steht die TSG auf Tabellenplatz zehn. In der noch jungen Saison ist das Tableau allerdings noch nicht aussagekräftig. Verzichten muss das Trainerteam in Berg auf eine ganze Reihe von Spielern. So fallen weiterhin Leon Ziemer, Jermain Ibrahim und Julian Köhnlein aus.

Wie sich die TSG am Samstag in Berg schlägt, können die Fans des Weststadtclubs live vor Ort verfolgen. Bei Interesse an einer Fahrt im Bus nach Berg können sich Anhänger per Mail an a.pfeifer@tsg-1899.de oder telefonisch unter 0172/6353256 an Mario Katinic wenden. Treffpunkt am TSG Sporttreff ist um 11.30 Uhr, Abfahrt um 11.45 Uhr. Inklusive Eintritt kostet die Fahrt 15 Euro.

Von Patrick Schlipf

Hofherrnweiler unterliegt Hall verdient

Die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach unterliegt am vierten Spieltag der Verbandsliga-Württemberg den SF Schwäbisch Hall mit 1:3. Ein Treffer von Simon Lechleitner reichte dem Team von Patrick Faber und Bastian Heidenfelder nicht aus, um den ersten Sieg im heimischen FRITZ-Sportpark feiern zu können.

Vor dem Spiel hatten sich die Jungs aus der Weststadt viel vorgenommen. Gerade vor heimischem Publikum wollten die Mannen um Kapitän Nico Zahner den ersten Dreier dieser Saison einfahren. Dieses Vorhaben wurde bereits nach drei Minuten mit einem Dämpfer versehen. Baba Mbodji wollte einen Ball von Azad Toptik klären. Sein Versuch landete im eigenen Tor. Joshua Barth hatte keine Abwehrmöglichkeit.

Frühzeitig musste die TSG einem Rückstand hinterherrennen. Immer wieder kombinierte sich die Heimelf durch. Wenn der Ball auf das Tor ging, dann war SF-Keeper Bojan Spasojevic Endstation. Kurz vor dem Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Benjamin Maier gelang Simon Lechleitner der 1:1-Ausgleichstreffer. Zum richtigen Zeitpunkt für die Moral der Mannschaft. Der zweite Durchgang hatte ein ähnliches Bild wie die erste Halbzeit. Beide Teams versuchten ihr Konzept durchzuziehen. Kleinigkeiten fehlten, um am Ende erfolgreich zu sein.

Als die TSG etwas mehr Spielanteil hatte, kam der Gegentreffer. Matti Bunk gelang in der 62. Minute die 2:1-Führung für die Gäste aus der ehemaligen „Salzsiederstadt“. Die TSG gab jedoch nicht auf. Suchte ihr Glück in der Offensive und wollte den Ausgleich. Patrick Faber brachte mit Lukas Schimmele, Miles Dickmann und Kevin Scherer frische Leute, die für den Ausgleich sorgen sollten. Schwäbisch Hall suchte einfache Ballverluste und wollte mit schnellem Umschaltspiel zum Erfolg zu kommen.

Die Zeit lief gegen die Weilermer. Gegen Ende der Partie öffnete die TSG das Visier. Alles oder nichts. In der Defensive spielte man teilweise Mann-gegen-Mann und versuchte, Überzahl in der Hälfte der Haller zu erzeugen. Leider, ohne Erfolg. Die Abwehr der Gäste verteidigte geschickt. In der Nachspielzeit nutzten die Mannen von Nico Sasso und Thorsten Schift die Freiräume und erzielten das 1:3. Benjamin Kurz konnte sich die Torschützenliste eintragen und sicherte mit seinem Treffer den Gästen die drei Zähler.

TSG: Barth – Ruth, Lechleitner, Wagemann, Ljatifi (66. Schimmele), Mbodji, Seidler, Arslan (87. Scherer), Zahner, Klenk (57. Sigloch), Bucan (69. Bucan).

Tore: 0:1 Baba Mbodji (3. ET), 1:1 Simon Lechleitner (44.), 1:2 Matti Bunk (62.), 1:3 Benjamin Kurz (90+2)

Von Kai Eder