Zahner ebnet den Weg zu drei Punkten

Am Samstag war das Tabellenschlusslicht aus Esslingen in Hofherrnweiler zu Gast. Nicola Zahner war mit einem Tor und einer Vorlage der entscheidende Mann.

Mit einem knappen „Pflicht erfüllt“ könnte man die Begegnung der TSG Hofherrnweiler-Unterrombach in der Verbandsliga Württemberg am Samstag gegen den Tabellenletzten Esslingen zusammenfassen. Nach dem 1:1 gegen Kellerkind Heilbronn in der Vorwoche wollte man einen weiteren Punktverlust gegen ein Team aus der Abstiegszone strikt vermeiden.

Und dies zeigte die Faberelf von Beginn an auch auf dem Platz. Ohne die ganz große Dominanz wusste das Team zu überzeugen und hatte ein Chancenplus. Esslingen igelte sich jedoch keineswegs ein und konnte hin und wieder Nadelstiche setzen. In Halbzeit eins hatte die TSG mehr Torschüsse als der Gast – Unter anderem versuchten es je zweimal erfolglos Damjan Bucan und Rechtsverteidiger Tim Ruth. Jermain Ibrahim verfehlte das Tor seinerseits nur knapp.

Diesem ebenfalls sehr nah kam der FC Esslingen nach 41 Minuten. Aus acht Metern parierte Torwart Joshua Barth aber glänzend zur Ecke. So ging es pari in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel lief die TSG mit einer etwas offensiveren Grundordnung auf. Flügelspieler Muhamed Sanyang ersetzte den defensiven Mittelfeldspieler Nico Freitag. Und offensichtlich zeigte dies direkt Wirkung. Keine zwei Minuten war die Partie wieder angepfiffen, schon lag die Kugel im Esslinger Gehäuse. Nach einer hohen Hereingabe vom auffälligen Ruth stand Kapitän Nicola Zahner am langen Pfosten frei und köpfte ein – eigentlich nicht die Spezialität des Kreativspielers.

Esslingen ließ sich vom schnellen Rückstand nicht beeindrucken und blieb bei seinem Spiel – Defensive Kompaktheit gepaart mit vereinzelten Offensivaktionen. Zwar war die junge Angriffsreihe der Gäste engagiert. Jedoch hatte man das Gefühl, dass dem Kader etwas Erfahrung und Abgezocktheit fehlt.

Und so war es die TSG, die die Partei nach 70 Minuten vorzeitig entschied. Der gerade erst eingewechselte Philipp Tabatabai wurde von Nico Zahner in Szene gesetzt und traf aus fünf Metern mit seinem ersten Ballkontakt. In den verbleibenden zwanzig Minuten passierte nicht mehr viel. Die TSG spielte routiniert zu Ende. Auch von Esslingen kam kaum noch etwas. Das zweite Tor schien den Neckarstädtern den Zahn gezogen zu haben.

So bleibt die TSG zum vierten Mal in Folge ungeschlagen und holte in diesem Zeitraum zehn von zwölf Punkten. In der Tabelle geht es vorerst einen Platz nach oben auf Rang fünf. Dorfmerkingen kann allerdings noch vorbeiziehen. In der Folgewoche geht es für die Weststädter auswärts in Tübingen um Zähler.

Tore: 1:0 Zahner (47.), 2:0 Tabatabai (71.)

TSG: Barth – Ruth, Wagemann, Lechleitner (80. Scherer), Kurz – Wünsch (76. Mbodji), Freitag (46. Sanyang), Arslan (83. Dickmann), Zahner, Bucan – Ibrahim (70. Tabatabai)

Von Patrick Schlipf

TSG bekommt Besuch aus der Neckarstadt

Am Samstag um 15.30 Uhr trifft die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach zuhause auf Schlusslicht Esslingen.

Mit zuletzt guter Form kletterte die TSG in der Tabelle Schritt für Schritt nach oben. Auch wenn man sich gegen Heilbronn am vergangenen Wochenende insgeheim mehr ausgerechnet hatte als ein Remis, schmälert das nicht die sichtbare Aufwärtstendenz nach leichten Formschwankungen zu Saisonbeginn. Bei einem fast in Gänze veränderten Kader seien leichte Anpassungsschwierigkeiten allerdings auch verziehen.

Nach elf Spieltagen steht die TSG auf einem guten siebten Platz. Mit 17 Punkten liegt man auch nur fünf Punkte hinter Relegationsrang zwei, auf die Abstiegsränge sind es bereits sechs Zähler. Nun sollen aus der Serie von sieben Punkten in den letzten drei Spielen zehn in vier werden. Die Zeichen dafür stehen nicht schlecht. Denn der kommende Gegner aus der Neckarstadt Esslingen ist alles andere als gut in Form. Mit nur acht Punkten ist der FCE derzeit unglücklicher Inhaber der roten Laterne.

Die rote Laterne steht derzeit in Esslingen

Nach der schallenden 0:6-Ohrfeige gegen den Tabellenzweiten Oberensingen am vergangenen Wochenende hatte man diese vom FSV Waiblingen übernommen. Die Mannschaft von Tobias Hofmann hatte sich in der vergangenen Saison als Aufsteiger in der Verbandsliga behauptet, scheint in der laufenden Spielzeit aber gegen den Abstieg zu kämpfen. Doch auch der FCE konnte in dieser Runde immer wieder überraschen. So gelang vor zwei Wochen ein Sieg gegen den Tabellenfünften aus Dorfmerkingen.

Und auch wenn es wie eine Floskel klingen mag: Unterschätzen wird die TSG das derzeitige Schlusslicht nicht. Gegen den letzten Gegner – damals der Tabellenvorletzte aus Heilbronn – gelang „nur“ ein 1:1. Das Vertrauen in die eigene Stärke ist dank Platz sieben allerdings ganz klar vorhanden. Nicht ins Spiel eingreifen kann neben den Langzeitverletzten Julian Köhnlein, Leon Ziemer und Co. auch Tim Seidler, der im letzten Heimspiel vor zwei Wochen gegen Rottenburg noch mit einem Doppelpack glänzte. Dennoch wird die Faberelf als Favorit in die Begegnung gehen. Vor heimischem Publikum im Fritz Sportpark soll diese auch ausgefüllt werden.

Von Patrick Schlipf

Starke Leistung der TSG bei den TT-Bezirksmeisterschaften

Am vergangenen Wochenende standen die Bezirksmeisterschaften 2025 auf dem Programm – und unsere Spielerinnen und Spieler zeigten starke Leistungen in allen Altersklassen!

Los ging es am Samstag mit den U15ern. Im Einzel traf Walid in der KO-Runde auf den späteren Bezirksmeister und zugleich seinen Doppelpartner. Trotz großem Kampfgeist musste er sich knapp geschlagen geben. Hongrui erreichte nach einer starken Leistung das Halbfinale, wo er im vereinsinternen Duell auf Philip traf. Dieses entschied Philip für sich, während Hongrui im Spiel um Platz 3 noch einmal alles gab und sich verdient die Bronzemedaille sicherte.

Im Finale wartete dann der favorisierte Tim Grabsch vom TSV Dewangen. In einem spannenden Match mit vielen sehenswerten Ballwechseln musste sich Philip erst im Entscheidungssatz geschlagen geben und darf sich nun Vize-Bezirksmeister nennen. Im Doppel standen schließlich alle unsere U15-Jungs im Finale. Walid trat dabei gemeinsam mit Tim Grabsch an, und das Duo aus Hofherrnweiler/Dewangen sicherte sich mit einem souveränen 3:0-Sieg den Bezirksmeistertitel.

Bei den Mädchen U15 lief es diesmal etwas durchwachsener. Kim und Kaja schieden in der Gruppenphase aus, während Eva eine Runde weiterkam und sich im Spiel um Platz 3 durchsetzen konnte – Bronze! Im Doppel war für Eva und Kim sowie für Kaja und Aarushi Garg vom SV Waldhausen leider nichts zu holen. Beide Paarungen belegten am Ende Platz 3.

Am Mittag griff dann Manu bei den U19 B ins Geschehen ein. Mit zwei Siegen und zwei Niederlagen zeigte er eine solide Leistung und belegte am Ende einen starken dritten Platz.

Am Sonntag waren dann Jonas und Felix in der U19 A an der Reihe. Felix präsentierte sich in Topform und gewann alle seine Einzel ohne Satzverlust – damit sicherte er sich souverän den Titel des Bezirksmeisters. Jonas musste sich zwar Felix mit 0:3 geschlagen geben, gewann jedoch sein erstes Spiel gegen die Vertretung des PSV Heidenheim klar mit 3:0. Im entscheidenden dritten Match bewies er Nervenstärke und setzte sich im Entscheidungssatz durch – Vize-Bezirksmeister! Auch im Doppel waren Felix und Jonas nicht zu stoppen. In zwei Spielen gaben sie insgesamt nur 14 Bälle ab und krönten sich mit einer beeindruckenden Leistung zum Bezirksmeister im Doppel.

Auch bei den Erwachsenen konnte die TSG einige Erfolge feiern.
Bei den Senioren Ü60 wurde Klaus Zweiter und musste sich nur dem späteren Erstplatzierten Michael Schmalz vom DJK Ellwangen geschlagen geben. Zusammen konnten sie sich jedoch den ersten Platz im Doppel sichern.
Bei den Erwachsenen C konnte sich Joachim im Einzel den 2. Platz sichern und musste sich im Finale dem ehemaligen TSG Spieler Jonas Ehrmann geschlagen geben. Im Doppel gewannen Joachim und Valentin ebenfalls Platz 2.
Bei den Herren A zeigte Benedikt eine starke Leistung und sicherte sich ebenfalls den 2. Platz. Benedikt und Klaus wurden im Doppel 3.

Ein starkes Wochenende für unsere Abteilung – herzlichen Glückwunsch an alle Spielerinnen und Spieler zu ihren tollen Ergebnissen und ihrem Einsatz!

 

TSG mit Punktgewinn in Heilbronn

Die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach und der VfR Heilbronn trennten sich am zehnten Spieltag der Verbandsliga-Württemberg mit 1:1. Marc Wagemann und Leorant Marmullaka erzielten im Frankenstadion Heilbronn die Treffer zum am Ende für beide Seiten gerechten Remis. 

Das Team des VfR Heilbronn wartet in dieser Saison weiterhin auf den ersten Sieg vor heimischer Kulisse. Auch gegen die TSG sollte es nicht gelingen, da die Jungs von Patrick Faber und Bastian Heidenfelder auswärts erneut eine starke Leistung zeigten. Bereits nach zehn Minuten gingen die Mannen aus der Weststadt mit 1:0 in Führung. Defensivspezialist Marc Wagemann köpfte unhaltbar für den VfR-Schlussmann in die Maschen. Ein früher Gegentreffer, der die Heimelf aus dem Dämmerschlaf holte.

VfR um Ordnung bemüht

Anschließend versuchte der VfR sein Konzept auf den Platz zu bringen, doch die TSG verteidigte geschickt. Störte den Gegner frühzeitig und ließ kaum ein strukturiertes Aufbauspiel zu. Immer wieder überspielte die TSG die VfR-Defensive und kam gefährlich vor das Tor. Der Freude der TSGler beim 0:2 war schnell vorüber, denn Marc Wagemann stand nach der Kopfballverlängerung vom Tim Seidler im Abseits. Ein weiterer Treffer sollte jedoch vor dem Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Gregor Wiederrecht nicht fallen.

VfR-Trainer Zdenko Juric wechselte zu Beginn der zweiten Halbzeit auf gleich zwei Positionen, um frischen Wind ins Spiel zu bringen. Bei der TSG blieb alles beim Alten. Patrick Faber vertraute seiner Startformation, die in der ersten Halbzeit einen guten Job machte. Die Hausherren erhöhten den Druck. In der 54. Minute entschied Wiederrecht auf Freistoß für den VfR. Der eingewechselte Leorant Marmullaku ließ sich diese Möglichkeit nicht nehmen und erzielte mit einem direktverwandelten Freistoß aus ungefähr 25 Metern das 1:1. Unnötig aus Sicht der Gäste. Von nun an verlor die TSG etwas den Faden und gab mehr und mehr das Spiel aus der Hand. Heilbronn drängte auf die Führung. Man wollte unbedingt den ersten Dreier im heimischen Frankenstadion einfahren. Doch Joshua Barth im TSG-Gehäuse ließ keinen weiteren Treffer mehr zu.

Am Ende trennten sich beide Mannschaften mit einem gerechten 1:1. Mit diesem Punkt im Gepäck trat die TSG die Heimreise an. Nun gilt die Woche intensiv zu nutzen und sich konzentriert auf das Heimspiel gegen den FC Esslingen (Samstag, 18.10.) im heimischen FRITZ-Sportpark vorzubereiten.

TSG: Barth – Ruth, Lechleitner, Wagemann, Seidler, Arslan (81. Sanyang), Kurz, Freitag, Schimmele (64. Wünsch), Ibrahim (74. Scherer), Bucan

Tore: 0:1 Marc Wagemann (10.), 1:1 Leorant Marmullaku (54.)

Von Kai Eder

EnBW unterstützt TSG-Hofherrnweiler mit neuen Tischtennis Trikots

Die Jugend der Tischtennisabteilung erhielt im Rahmen der deutschlandweiten EnBW-Trikotaktion neue Sportbekleidung mit EnBW-Logo. Die EnBW-Initiative unter dem Motto „Dein Team. Euer Look. Unsere Energie.“ unterstützt bundesweit rund 1.100 Sport- und Kulturvereine.

Die Tischtennisabteilung überzeugte in den letzten Jahren mit einer guten Jugendarbeit, die sich in vielen regionalen und überregionalen Erfolgen widerspiegelt. Jugendleiter Daniel Wälder zeigt sich erfreut über die Unterstützung: „Wir freuen uns, dass wir bei der EnBW-Trikotaktion gewonnen haben. Solche Initiativen sind für viele Vereine eine echte Unterstützung. Und es macht Spaß, unsere Spielerinnen und Spieler im neuen Look zu sehen und sie für die kommende Saison anzufeuern.“

Christa Ernst, Leiterin Events und Sponsoring der EnBW betont: „Mit unserer Trikotaktion möchten wir das ehrenamtliche Engagement in all seiner Vielfalt fördern – von Tischtennis bis Tierschutz. Damit übernehmen wir gesellschaftliche Verantwortung, stärken den Teamgeist und würdigen die wichtige Arbeit der Vereine in den Kommunen.“

Neuer Hausmeister vorgestellt

Sie sind diejenigen, die den „Laden“ am Laufen halten: unsere Hausmeister! Ohne sie geht auf der Anlage der TSG – dem FRITZ-Sportpark – gar nichts.

Nach 13 Jahren verabschiedet sich die TSG nun von Helmut Landgraf, der seit 2012 als Hausmeister mitverantwortlich für Gebäude und Anlage war. Mit seinem unermüdlichen Einsatz, seiner Verlässlichkeit und seinem Engagement hat der heute 79-Jährige die TSG über viele Jahre geprägt und entscheidend dazu beigetragen, dass sich Athletinnen, Athleten und Gäste im FRITZ-Sportpark stets wohlfühlen konnten.

Ein Mann aus der Nachbarschaft

Sein Nachfolger ist Almir Bytyqi, 31 Jahre alt und gelernter Sanitär- und Heizungsmechaniker. Der neue Mann im Hausmeisterteam bringt viel handwerkliche Erfahrung mit – und als Nachbar der TSG auch die nötige Verbundenheit zum Verein. Besonders erfreulich: Bytyqi wurde von keinem Geringeren als Werner Haas, der Hausmeisterlegende der TSG, eingearbeitet. Haas ist zwar schon länger nicht mehr im aktiven Dienst, unterstützt das Team aber weiterhin mit Rat, Tat und seiner Erfahrung.

Die TSG heißt Almir Bytyqi herzlich willkommen im Team und bedankt sich bei Helmut Landgraf für 13 Jahre tatkräftigen Einsatz und seine große Unterstützung auf der gesamten Anlage.

Auf dem Foto von links: Vorstand Infrastruktur Holger Steibel, Werner Haas, Helmut Landgraf, Almir Bytyqi und Vorsitzender Achim Pfeifer.

TSG mit drei Punkten in verrückter Regenschlacht

In Überzahl verspielt die TSG zunächst eine 2:0-Führung gegen Rottenburg. Doppelpacker Tim Seidler erzielt kurz vor Schluss doch noch den 4:3-Siegtreffer.

Denkbar schlecht hatte es der Wettergott am Samstagnachmittag mit der gastgebenden  TSG Hofherrnweiler-Unterrombach und Aufsteiger FC Rottenburg gemeint. Pünktlich zu Spielbeginn öffnete der Himmel alle Schleusentore und es begann zu schütten wie aus Kübeln. Dies tat dem Spielfluss zunächst überhaupt nicht gut. In den ersten zwanzig Minuten waren beide Teams ausschließlich aus der Distanz zu Schüssen gekommen. Den gefährlichsten wehrte Joshua Barth halbhoch rechts ab. Mit der ersten echten Torannäherung ging die TSG dann allerdings sofort in Führung.

Nach etwas mehr als einer halben Stunde stand Mert Arslan – sonst nicht gerade für seine Kopfballstärke bekannt – nach einer Hereingabe am langen Pfosten blank und nickte unbedrängt ein. Auch in der Folge gab es wenig erwähnenswerte Torchancen. Kurz vor dem Pausenpfiff wäre es für die Hausherren allerdings beinahe noch besser gekommen, als sich Jermain Ibrahim geschickt um einen Gegenspieler drehte und ins Eck abschloss. Rottenburgs Torwart Julian Häfner reagierte allerdings sensationell mit dem linken Fuß und parierte.

Nach dem Seitenwechsel nahm die Partie wie aus dem Nichts extrem Fahrt auf. Keine vier Minuten waren gespielt, als Daniel Angerer völlig übermotiviert im Mittelfeld Damjan Bucan mit offener Sohle am Knöchel erwischte. Folgerichtig spielte die Faberelf ab diesem Moment in Überzahl. Dies nutzte das Team auch sofort aus und erhöhte durch Tim Seidlers Kopfball auf 2:0. Auch an diesem Tor hatte Mert Arslan als Vorlagengeber Aktien.

Mit einem Mann mehr auf dem Feld und einer deutlichen Führung im Rücken war nun davon auszugehen, dass die Begegnung entschieden wäre. Doch Rottenburg gab nicht auf und kam direkt im Gegenzug zum Anschluss, als Kapitän Lukas Behr eine Flanke von links mit dem Kopf verwandelte. Nun hatten die Gäste Morgenluft gewittert und versuchten es weiter offensiv. Und direkt klingelte es wieder im Kasten der TSG. Nachdem eine Hereingabe von rechts über Umwege in den völlig verwaisten Rückraum abprallte, zog Maxime Ackermann direkt ab und verwandelte unten links zum überraschenden Ausgleich. Doch auch die TSG war nun angestachelt und ging ihrerseits im direkten Gegenstoß wieder in Führung. Nach Nicola Zahners Eckball auf den ersten Pfosten ließ Simon Lechleitner den Ball über sein eigenes Haupthaar sowie den FCR-Schlussmann ins lange Eck gleiten. Damit war bereits der vierte Treffer in nur acht Minuten gefallen.

Leichte Abkühlung nach unfassbaren 8 Minuten

Diese Schlagzahl konnte die Partie witterungsbedingt kaum mehr halten und die Qualität flachte zusehends ab. Auf einem Geläuf, das durch teils sintflutartigen Regen mitunter an das WM-Halbfinale 1974 in Frankfurt erinnerte, blieb der Ball immer wieder unvermittelt stehen. Passstafetten waren nahezu unmöglich und so wurde beiderseits nur noch mit langen Bällen agiert. Eine dieser Flanken aus dem Halbfeld segelte nach 75 Minuten in den Weilermer Strafraum, wo René Hirschka am höchsten stieg und Joshua Barth im Heimtor überwand. Trotz der Unterzahl agierte der Aufsteiger weiterhin mutig, was ihm in der 83. Minute zum Verhängnis wurde.

Die Abwehr des FCR war etwas zu weit aufgerückt und so lief Mert Arslan allein aufs Tor zu. Innenverteidiger Stanislav Votentsev war noch vor dem Strafraum zur Notbremse gezwungen und flog vom Feld. Auch in nun doppelter Überzahl waren lange Bälle weiterhin das Mittel der Wahl gegen Rottenburger, die den Punkt selbstredend mit allen Mitteln verteidigen wollten. Jedoch schlug Marc Wagemann in der 87. Minute von der Mittellinie einen perfekten Ball auf den einstartenden Tim Seidler, der erneut seinen Kopf hinhielt und den Ball aus etwa 13 Metern ins Eck verlängerte. Der Doppelpacker aus der eigenen Jugend war an diesem Tag der Matchwinner, denn Rottenburg kam nicht mehr gefährlich vors Tor.

Verrückter zweiter Abschnitt

Nachdem beide Mannschaften in Hälfte eins große Probleme hatten, sich mit der Witterung zu arrangieren, passten sie ihr Spiel nach der Pause erkennbar an. Bezeichnend dafür war, dass von sieben Toren sechs Kopfbälle waren. Spielerisch werden beide Trainer vermutlich wenig aus der Partie mitnehmen können – abgesehen von dem Wissen, in den nächsten Trainingseinheiten noch einmal am Stellungsspiel der eigenen Defensivreihe bei hohen Bällen zu arbeiten. Für die TSG bedeuten die drei Punkte den Verbleib auf Platz sechs in der Tabelle und Kontakt zur Spitzengruppe der Liga. Rottenburg rutscht auf Relegationsplatz 12 ab. In der kommenden Woche muss die Elf aus der Weststadt erneut am Samstag ran. Gegner ist um 14 Uhr auswärts Heilbronn.

Tore: 1:0 Arslan (31.), 2:0 Seidler (54.), 2:1 Behr (55.), 2:2 Ackermann (58.), 3:2 Lechleitner (62.), 3:3 Hirschka (71.), 4:3 Seidler (87.)

TSG: Barth – Ruth, Wagemann, Lechleitner, Kurz – Bucan (70. Scherer), Zahner, Seidler (90. Sigloch), Sanyang (64. Freitag), Arslan (85. Schimmele) – Ibrahim

Von Patrick Schlipf

Rottenburg gastiert in Hofherrnweiler

TSG Hofherrnweiler-Unterrombach empfängt Aufsteiger Rottenburg.

Am Samstag (15.30 Uhr) erwartet die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach im heimischen FRITZ Sportpark den Aufsteiger FC Rottenburg. Die Mannschaft von Trainer Patrick Faber geht mit Rückenwind in die Partie: Am vergangenen Wochenende feierte die TSG dank eines Doppelpacks von Jermain Ibrahim einen 2:1-Auswärtssieg beim Oberligaabsteiger SV Fellbach. Mit insgesamt 13 Punkten aus neun Spielen rangieren die Weilermer derzeit auf einem guten sechsten Tabellenplatz der Verbandsliga.

„Wir wollen vor heimischem Publikum eine ähnlich bissige Leistung zeigen wie in der vergangenen Woche und die Punkte hierbehalten“, gibt Faber die Marschroute vor. Verzichten muss er dabei allerdings weiterhin auf Julian Köhnlein und Yusuf Baran. In den Kader rutschen könnte stattdessen Eigengewächs Kevin Scherer, der in der zweiten Mannschaft bisher starke Auftritte zeigte.
Der Gegner aus Rottenburg im Tübinger Umland stieg im Sommer aus der Landesliga auf und erwischte einen ordentlichen Start in die neue Saison.

Mit neun Punkten aus bislang acht Spielen liegt der FCR im hinteren Mittelfeld, hat zudem noch eine Partie in der Hinterhand. Zuletzt setzte es jedoch drei Niederlagen in Serie, weshalb die Formkurve doch nach unten zeigt.

Für beide Teams bietet die Begegnung eine wichtige Standortbestimmung: Die TSG könnte im Falle eines Sieges den Kontakt zur Spitzengruppe herstellen, Rottenburg hingegen verhindern, in den Tabellenkeller abzurutschen. Anstoß im FRITZ Sportpark ist am Samstag um 15.30 Uhr.

TSG besiegt Oberligaabsteiger

Die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach siegt beim SV Fellbach mit 2:1. Jermaine Ibrahim sicherte mit zwei Treffern dem Team von Patrick Faber und Bastian Heidenfelder die drei Punkte. Mit diesem Sieg setzt sich die Mannschaft aus der Weststadt im vorderen Mittelfeld der Tabelle fest.

Es war das Duell Sechster gegen Achter – nach dem Spiel musste man beiden Mannschaften das Siegel „Top-Mannschaft der Liga“ verleihen. Fellbach zeigte vor heimischem Publikum in Durchgang eins ein sehr gutes Spiel. Hatte deutlich mehr Ballbesitz und versuchte die TSG in deren Hälfte einzuschnüren. Die ersten Minuten waren geprägt durch ein Fellbacher-Pressing, das es der TSG schwer machte ins Spiel zu finden. In der 14. Minute die 1:0-Führung für den SVF. Tobias Hohloch brachte die Gastgeber durch einen sensationellen Schuss aus 30 Metern in den Winkel in Führung. Anschließend setzte die TSG immer wieder Nadelstiche. Man hatte einige Ecken und tastete sich nach und nach vor.

Chancen auf beiden Seiten

Fellbach blieb weiterhin gefährlich. Es entwickelte sich ein munteres Verbandsliga-Spiel mit zahlreichen Offensivaktionen auf beiden Seiten. Vor der Halbzeit wurde der Aufwand der Faber-Elf belohnt. Jermaine Ibrahim gelang zu einem psychisch passenden Zeitpunkt das 1:1. Nach einem Freistoß von Nico Zahner auf den langen Pfosten konnte der TSG-Angreifer volley ins rechte Eck einschieben. Dieser Treffer verlieh den Gästen nochmals Aufwind. Nico Zahner scheiterte am Pfosten und Simon Lechleitner am SVF-Keeper Levin Härtel, der seinen Kopfball über die Latte lenkte. Mit 1:1 gingen beide Teams in die Kabinen.

In der zweiten Halbzeit ein ähnliches Bild. Beide Mannschaften suchten ihr Heil in der Offensive und versuchten den Gegner durch frühes Pressing am Aufbau zu stören. Mit Erfolg. Nach einem Fehlpass im Aufbauspiel des SV konnte sich Jermaine Ibrahim den Ball erobern und spitzelte den Ball zum 1:2 in die Maschen. In den folgenden Minuten zeigte die TSG eine starke Leistung. Der Faber-Elf gelang es immer wieder, das Aufbauspiel der Gastgeber zu unterbrechen. In der Schlussphase der Partie hatte die TSG noch einige Chancen.

Nico Zahner hatte die größte auf dem Fuß. Sein Schuss ging jedoch direkt in die Arme von Levin Härtel. Auf der anderen Seite verhinderte Joshua Barth mit einem sicheren Auftritt einen weiteren Gegentreffer. Am Ende waren es drei verdiente Punkte, da die TSG alles reingeworfen hat und in den Drangphasen der Fellbacher immer die passende Antwort hatte.

Am kommenden Samstag(4.10.) empfängt die TSG den Aufsteiger FC Rottenburg im heimischen FRITZ-Sportpark. Anpfiff der Partie ist um 15.30 Uhr.

TSG: Barth – Ruth, Lechleitner, Wagemann, Mbodji, Seidler (81. Scherer), Arslan (86. Freitag), Sanyang (58. Wünsch), Kurz, Zahner (90. Sigloch), Ibrahim (67. Tabatabai).

Tore: 1:0 Tobias Hohloch (14.), 1:1 Jermaine Ibrahim (40.), 1:2 Jermaine Ibrahim (58.)

Von Kai Eder

Drei Punkte am Rande des Stuttgarter Kessels?

Nach dem Duell gegen den Aufsteiger Weilimdorf geht es für die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach am Samstag (27. September) zum Oberliga-Absteiger SV Fellbach ins Max-Graser-Stadion. Anpfiff der Verbandsliga-Partie des neunten Spieltags ist um 15 Uhr.

Es ist die Partie des Sechsten gegen den Achten. Der SV Fellbach, Absteiger aus der Oberliga Baden-Württemberg, musste im Sommer einen Umbruch durchführen. Für das Team des Trainer-Duos Kiriakos und Nicos Gountoulas läuft die Runde bisher nach Plan. Mit zwölf Zählern rangiert der SV auf dem sechsten Platz. Zuletzt musste man jedoch eine herbe 0:4-Niederlage beim TSV Oberensingen hinnehmen. Auf heimischem Rasen konnten die Fellbacher bisher nur drei Zähler einfahren und konnten bisher an die Heimstärke der Vergangenheit nicht anknüpfen. Dies bedeutet jedoch nichts.

Jeder, der den SV Fellbach kennt, der weiß, dass sie gerade im heimischen Max-Graser-Stadion große Stärken haben. Hier möchte die TSG dagegenhalten. Nach dem knappen 0:1 gegen den TSV Weilimdorf gibt es für die Mannen von Patrick Faber und Bastian Heidenfelder einiges wiedergutzumachen. Die Leistung zuletzt gegen Reutlingen und Weilimdorf können das Trainer-Duo nicht zufriedenstellen. Nun gilt es die Konsequenzen aus diesen Spielen zu ziehen und schnellstmöglich wieder auf die Erfolgsspur zu gelangen. Wem die Trainer das Vertrauen für diese Partie schenken, bleibt abzuwarten. „Wir haben die letzten Tage intensiv gearbeitet und uns konzentriert auf das Spiel gegen Fellbach vorbereitet. Nach den zwei Partien gegen Reutlingen und Weilimdorf mussten wir einiges aufarbeiten. Es waren einige Dinge gut, aber leider noch zu viele Topics, an denen wir arbeiten müssen. Ich hoffe, dass wir bereits am kommenden Samstag wieder ein anderes Gesicht zeigen“, sagt Patrick Faber.

Von Kai Eder