Schlusslicht zu Gast im Weiler

Für die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach steht am kommenden Wochenende ein richtungsweisendes Heimspiel an. Am Samstag um 15.30 Uhr empfängt die Mannschaft im FRITZ Sportpark den Tabellenletzten VfR Heilbronn.

Nach der 0:2-Auswärtsniederlage beim FC Rottenburg will die TSG eine klare Reaktion zeigen. In Rottenburg biss sich die Elf von Trainer Faber lange an einem defensiv eingestellten Gegner die Zähne aus, ließ im entscheidenden Moment die nötige Durchschlagskraft vermissen und wurde durch zwei schnelle Gegentore nach Standardsituation und Konter bestraft. Trotz spielerischer Überlegenheit gelang es nicht, zwingende Torchancen zu kreieren – ein Problem, das es nun dringend abzustellen gilt.

Gegen Heilbronn sind die Rollen klar verteilt: Die TSG geht erneut als Favorit in die Partie. Doch die jüngste Erfahrung hat gezeigt, wie gefährlich Spiele gegen tief stehende Gegner sein können. Der VfR wird voraussichtlich erneut kompakt verteidigen und auf Umschaltmomente setzen – Geduld und Präzision im eigenen Spiel werden daher entscheidend sein.

Die Bedeutung der Partie geht jedoch über die reine Tabellenkonstellation hinaus. Aktuell ist noch nicht absehbar, wie viele Mannschaften aus der Verbandsliga tatsächlich absteigen müssen, da mögliche Absteiger aus der Oberliga die Situation zusätzlich verschärfen könnten. Für die TSG bedeutet das: Jeder Punkt zählt, um sich frühzeitig von den hinteren Tabellenregionen abzusetzen.

Personell muss die TSG dabei auf Kevin Scherer, Simon Lechleitner und Mert Arslan verzichten. Dennoch ist die Erwartungshaltung klar: Vor heimischem Publikum soll ein Sieg her, um nicht nur die Niederlage von Rottenburg vergessen zu machen, sondern auch ein wichtiges Zeichen im Saisonendspurt zu setzen. Die Partie ist ein Gradmesser dafür, in welche Richtung sich die verbleibende Saison entwickeln wird.

TSG verzweifelt an Rottenburger Bollwerk

Auf dem Rottenburger Kunstrasen unterlag die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach verdient mit 0:2.

Als Favorit hatte die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach die Fahrt zum Auswärtsspiel nach Rottenburg angetreten. Nach dem überzeugenden 5:1-Heimsieg in der Vorwoche gegen den SV Fellbach war die Faberelf auf Tabellenplatz sieben vorgerückt. Rottenburg ist in dieser Saison klarer Abstiegskandidat und stand vor dem Spiel auf Rang 13. Die TSG war im Vergleich zur Vorwoche fast unverändert, allerdings startete Damjan Bucan für Marc Wagemann in der Innenverteidigung.

Beide Teams starteten so in die Partie, wie man es erwarten konnte: Während Rottenburg nach der Niederlage zuletzt in Oberensingen auf defensive Stabilität bedacht war und offensiv lange Bälle als Stilmittel wählte, wollte es die TSG spielerisch versuchen. In den ersten 25 Minuten kam die TSG im Angriff allerdings selten durch und so war Rottenburg über Standards die gefährlichere Mannschaft. Bis zur Pause nahm die TSG dann immer mehr das Heft des Handelns in die Hand und kam vereinzelt zu Halbchancen. Wirklich gefährlich wurde es aber auch hier nicht.

Faberelf mit viel Ballbesitz, aber ohne Durchschlagskraft

Nach der Pause blieb die Faberelf am Ball und verzeichnete nach knapp einer Stunde ihre beste Chance im Spiel. Tim Ruth, der nach seinem Doppelpack in der Vorwoche wieder die offensive rechte Seite beackerte, setzte sich stark durch und fand mit starker Hereingabe Jermain Ibrahim. Der Angreifer behauptete den Ball stark, verfehlte frei vor dem Tor allerdings um gut zwei Meter. Kurz darauf foulte Rechtsverteidiger Lukas Schimmele auf seiner Seite einen Gegenspieler, was den berechtigten Freistoß für den FCR bedeutete. Die gut getretene Standardsituation landete auf dem Kopf von Nick Heberle, der etwas überraschend auf 1:0 stellte. Seit der Pause war Rottenburg nämlich nicht mehr wirklich im Weilermer Strafraum aufgetaucht.

Keine vier Minuten später sorgte Lennis Eberle mit einem gut zu Ende gespielten Konter dann auf 2:0 und entschied die Partie damit vorläufig. Die Weststadtelf rannte in der Folge an und versuchte es nun ebenfalls mit langen Bällen. Allerdings verteidigte Rottenburg diszipliniert und ließ kaum Gefahr für den eigenen Kasten zu.

Am Ende blieb es beim 2:0 für den FC Rottenburg, der mit den drei Punkten auf den vorläufigen Relegationsplatz zwölf klettert. Allerdings muss auf das Ende der Oberligasaison gewartet werden. Durch zusätzliche Württemberger Absteiger aus der fünften Liga könnte sich die Zahl der Absteiger in der Verbandsliga noch erhöhen. Die TSG rutscht auf Platz neun in der Tabelle ab. Im Heimspiel gegen den Tabellenletzten Heilbronn in der kommenden Woche geht man erneut als Favorit ins Spiel.

Tore: 1:0 Heberle (58.), 2:0 Eberle (62.)

TSG: Barth – Schimmele (68. Klenk), D. Tabatabai, Bucan, Kurz (68. Ziemer) – Freitag (64. P. Tabatabai), Köhnlein, Zahner, Baran, Ruth – Ibrahim (73. Kuntz)

Von Patrick Schlipf

Württembergische Formen/Technik Meisterschaft – Abteilung Taekwondo

Sensationelle Erfolge und Verbandsehrungen bei der Taekwondo-Abteilung der TSG Hofherrnweiler-Unterrombach

Mit herausragenden 18 Gold-, 2 Silber- und 7 Bronzemedaillen, einem dritten Platz in der Mannschaftswertung des Nachwuchsbereichs sowie drei Ehrennadeln – eine in Silber und zwei in Bronze – kehrte die Taekwondo-Abteilung der TSG Hofherrnweiler-Unterrombach von der diesjährigen Württembergischen Technikmeisterschaft zurück.

Am 18. April 2026 wurde das Turnier in Alfdorf ausgetragen und zog mit insgesamt 285 Teilnehmern eine beeindruckende Zahl an Sportlerinnen und Sportlern an. Die TSG trat mit einem 18-köpfigen Team in allen Leistungsklassen an. Dabei wurden Wettkämpfe einzeln, als Paar, im Synchron-Team oder im Mixed-Team ausgetragen, wodurch die Athleten alle Disziplinen abdeckten.

Zu Beginn des Wettbewerbs wurden Sonja Ruf (Abteilungsleiterin und Trainerin), Thomas Fechner (stellvertretender Abteilungsleiter und Trainer) sowie Rainer Braun (Trainer) für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. Der erste Vorsitzende der Taekwondo Union Baden-Württemberg (TUBW), Hermann Deeg, verlieh Sonja Ruf die Ehrennadel in Silber sowie Fechner und Braun jeweils eine Ehrennadel in Bronze. Da Rainer Braun nicht anwesend sein konnte, nahm Sonja Ruf die Ehrung stellvertretend entgegen.

Besondere Highlights des Turniers waren die Erfolge des erstmals antretenden 5er-Mixed-Teams in der Leistungsklasse 2, das sich souverän den ersten Platz im Finale sicherte. Auch traten Synchron-Teams der TSG in allen drei Leistungsklassen an und gewannen jeweils mit beeindruckendem Abstand den ersten Platz. Im Paar-Wettbewerb dominierten die Athleten ebenfalls: In der Kategorie Kadetten (LK2) sowie bei den Junioren (LK2) sichern sie sich den ersten Platz, wobei bei den Junioren auch noch der zweite Rang an die TSG ging.

Im anspruchsvollen Einzelwettbewerb konnten sieben Sportlerinnen und Sportler eine Bronzemedaille erringen, wobei es teils nur um Haaresbreite nicht für eine höhere Platzierung reichte. Die starke Konkurrenz machte diesen Erfolg umso bemerkenswerter.

Trainer Thomas Fechner zeigte sich stolz: „Unsere Sportler haben durchgehend eine sehr starke Leistung erbracht und entwickeln sich von Turnier zu Turnier kontinuierlich weiter.“ Abteilungsleiterin Sonja Ruf ergänzte: „Wir sind besonders stolz, erneut den dritten Platz in der Mannschaftswertung im Nachwuchsbereich (LK2/3) sichern zu können.“

Platzierungen im Einzelnen:

5 Mixed Team (LK2) 1. Platz (Hanna Grecz, Julia Martzy, Franziska Schinko, Lukas Meiborg, Bulcsu Viola.

3 Synchron Team (LK1) 1. Platz (Denise Ruf, Maja Tepaß, Miriam Tretter)

3 Synchron Team (LK2) 1. Platz (Hanna Grecz, Julia Martzy, Franziska Schinko)

3 Synchron Team (LK3) 1. Platz (Alice Buckmeier, Mavi Kaarali, Melisa Kaarali)

Paar (LK2) 1. Platz (Lia Schwarzkopf, Leon Renz)

Paar (LK2) 1. Platz (Hanna Grecz, Bulcsu Viola)

Paar (LK2) 2. Platz (Julia Martzy, Lukas Meiborg)

Einzel (LK1) 3. Platz (Thomas Fechner, Alexa Hoyer, Tabea Melchinger)

Einzel (LK2) 3. Platz (Julia Martzy, Leon Renz, Lia Schwarzkopf, Bulcsu Viola)

Die herausragenden Leistungen des Teams unterstreichen eindrucksvoll das hohe sportliche Niveau der Taekwondo-Abteilung der TSG Hofherrnweiler-Unterrombach. Ein großer Erfolg für den Verein und eine Bestätigung des Engagements aller Beteiligten!

 

 

 

 

 

TSG will in Rottenburg nachlegen

Nach dem deutlichen Heimsieg gegen Fellbach reist die TSG mit Rückenwind zum FC Rottenburg.

Nach dem überzeugenden 5:1-Heimerfolg gegen den SV Fellbach geht die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach mit breiter Brust in das kommende Auswärtsspiel. Am Samstag um 15.30 Uhr gastiert die Mannschaft von Patrick Faber und Bastian Heidenfelder beim FC Rottenburg im Hohenbergstadion.

Mit nun 36 Punkten rangiert die TSG aktuell auf Tabellenplatz sieben und konnte sich durch den Sieg gegen den direkten Konkurrenten aus Fellbach im Mittelfeld festsetzen. Vor allem die Art und Weise des Erfolgs dürfte dem Team zusätzlich Selbstvertrauen geben: Nach frühem Rückstand zeigte die TSG eine starke Reaktion, dominierte die Partie über weite Strecken und belohnte sich mit fünf Treffern.

Auch offensiv präsentierten sich die Weststädter zuletzt in guter Verfassung. Insbesondere die Kombinationen im letzten Drittel sowie die Effizienz vor dem Tor stimmten – ein Aspekt, den die TSG auch in Rottenburg bestätigen möchte.
Doch mit dem FC Rottenburg wartet eine unangenehme Aufgabe. Die Gastgeber stehen derzeit mit 26 Punkten auf Rang 13, konnten zuletzt jedoch drei ihrer vergangenen fünf Spiele gewinnen und haben sich damit im Abstiegskampf zurückgemeldet. Die Formkurve zeigt also klar nach oben.

Fans können im Bus mitfahren

Für die TSG gilt es daher, von Beginn an wach zu sein und die Intensität aus dem Fellbach-Spiel erneut auf den Platz zu bringen. Gerade auswärts wird es darauf ankommen, kompakt zu stehen und die sich bietenden Chancen konsequent zu nutzen.

Für alle Fans der TSG steht am Samstag der Bus zum Spiel zur Verfügung. Treffpunkt ist um 11.30 Uhr am TSG Vereinsheim. Abfahrt ist um 11.45 Uhr. Die Fahrt inklusive Eintritt kostet 15 Euro. Die Anmeldung erfolgt telefonisch über die 0172/6353256 oder per Mail an a.pfeifer@tsg-1899.de.

Gelingt es der TSG, an die Leistung der Vorwoche anzuknüpfen, ist auch in Rottenburg etwas Zählbares möglich. Anstoß im Hohenbergstadion ist am Samstag um 15.30 Uhr.

Von Patrick Schlipf

TSG überrollt Fellbach nach frühem Rückstand

Die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach drehte im heimischen FRITZ-Sportpark einen frühen 0:1-Rückstand in ein 5:1. Das Team von Patrick Faber und Bastian Heidenfelder konnte dank dieses Dreiers gegen den direkten Tabellennachbarn SV Fellbach auf Rang sieben klettern.

Was für ein Statement im FRITZ-Sportpark: Die TSG hat am Samstag bei strahlendem Sonnenschein eine starke Reaktion gezeigt und den SV Fellbach mit 5:1 (2:1) besiegt. Nach einem frühen Rückstand fand die Mannschaft von Trainer Patrick Faber schnell in ihren Rhythmus, dominierte weite Teile der Partie und belohnte sich mit fünf Treffern.

Dabei begann die Partie aus TSG-Sicht alles andere als optimal: Bereits in der sechsten Minute ging Fellbach nach einem schnellen Angriff über links durch Torben Hohloch mit 0:1 in Führung. Die TSG ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken, erhöhte spürbar die Intensität und drängte den Gast zunehmend in dessen Hälfte.

Die Antwort der Gastgeber fiel prompt aus: Die TSG übernahm das Kommando, gewann viele zweite Bälle und erspielte sich Chance um Chance. Besonders bei Standardsituationen setzte das Team Akzente – zur Pause stand es bei den Eckbällen 8:1 für die TSG.

Doppelschlag vor der Pause: Ruth gleicht aus, Zahner dreht das Spiel

„Meine Spieler haben schnell die richtige Reaktion gezeigt“, lobte TSG-Trainer Patrick Faber nach Abpfiff. In der 13. Minute zahlte sich der Druck erstmals aus: Nach einer scharf getretenen Ecke von Kapitän Nicola Zahner wuchtete Tim Ruth den Ball am ersten Pfosten zum 1:1 ins Netz. Nur acht Minuten später drehte die TSG die Partie komplett: Zahner verwandelte einen Freistoß aus rund 20 Metern direkt zum 2:1 (21.). Fellbach kam in der ersten Halbzeit nur noch selten zu Entlastung – die TSG blieb spielbestimmend.

Nach dem Seitenwechsel legte die TSG den perfekten Start hin: Gerade einmal 40 Sekunden waren gespielt, als Damjan Bucan den startenden Jermain Ibrahim in Szene setzte. Der Angreifer behauptete sich gegen mehrere Gegenspieler und erhöhte auf 3:1 (46.). Die Hausherren blieben am Drücker – und nutzten ihre Möglichkeiten konsequent. Nach einer Flanke von links war erneut Tim Ruth zur Stelle und traf zum 4:1 (60.).

Schlusspunkt in Minute 88: Ibrahim trifft sehenswert

Den Schlusspunkt setzte Ibrahim in der 88. Minute mit einem feinen Lupfer aus rund 22 Metern zum 5:1. Zuvor hatte sich Fellbachs Alban Kastrati nach wiederholtem Foulspiel mit Gelb-Rot vom Platz verabschieden müssen. Die TSG brachte den Vorsprung in der Schlussphase souverän über die Zeit und feierte einen in dieser Deutlichkeit verdienten Heimsieg.

TSG: Joshua Barth – Tim Ruth (70. Leon Ziemer), Marc Wagemann, Darius Tabatabai (46. Nico Freitag), Silas Kurz, Lukas Schimmele, Yusuf Baran (70. Maximilian Klenk), Julian Köhnlein (75. Luca Wünsch), Nico Zahner (79. Tim Seidler), Jermain Ibrahim, Damjan Bucan.

Tore: 0:1 Torben Hohloch (4.), 1:1 Tim Ruth (13. ), 2:1 Yusuf Baran (23.), 3:1 Jermain Ibrahim (46.), 4:1 Tim Ruth (60.), 5:1 Jermain Ibrahim (88.)

Von Kai Eder

Damjan Bucan auch zukünftig Weilerer

Mittelfeldtalent bleibt am Sauerbach – Verein setzt auf Kontinuität nach dem großen Umbruch im vergangenen Jahr.

Die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach treibt ihre Kaderplanung für die kommende Saison weiter voran und kann dabei eine wichtige Personalie vermelden: Mittelfeldspieler Damjan Bucan hat seinen Vertrag beim Verbandsligisten verlängert und bleibt somit auch künftig Teil des eingeschlagenen Weges in der Weststadt. Damit verlängert kurz nach Darius Tabatabai ein weiterer Defensivspieler. Bucan bleibt der TSG nun mindestens ein weiteres Jahr erhalten

Gelungener Start im Herrenfußball
Der 19-Jährige, der im vergangenen Sommer aus der U19 des VfR Aalen an den Sauerbach wechselte, hat sich in seiner ersten Saison im Aktivenbereich schnell an das Niveau der Verbandsliga gewöhnt. In bislang 20 Einsätzen sammelte Bucan wertvolle Spielpraxis und überzeugte dabei vor allem durch seine Spielintelligenz und Variabilität im Mittelfeld- und Defensivzentrum.

Verantwortliche und Trainerteam sehen in dem gebürtigen Heidenheimer weiterhin großes Entwicklungspotenzial. „Damjan hat sich bei uns im ersten Jahr sehr gut entwickelt und ist ein wichtiger Baustein für unsere Zukunft“, erklärt der Vereinsvorsitzende Achim Pfeifer. „Er bringt eine hohe Lernbereitschaft mit und passt hervorragend in unsere junge Mannschaft.“

TSG will starken Kern etablieren
Die Vertragsverlängerung unterstreicht den eingeschlagenen Weg der TSG, mit jungen, entwicklungsfähigen Spielern auf Dauer einen festen Mannschaftskern zu etablieren. Bereits im vergangenen Sommer hatte der Verein im Zuge eines größeren Umbruchs zahlreiche junge Spieler aus der eigenen Jugend sowie externe Talente in den Verbandsligakader geholt, die gemeinsam mit erfahrenen Akteuren wie Nicola Zahner, Julian Köhnlein oder Joshua Barth den Umbruch vollziehen sollen.
Auch Bucan selbst kann positiv auf seine erste Saison bei den Herren blicken und wird der TSG in dieser Form zukünftig noch viel Freude bereiten können.

Von Patrick Schlipf

Darius Tabatabai verlängert um zwei Jahre

Abteilungsleiter Mario Katinic (links), Darius Tabatabai (Mitte) und der sportliche Leiter Christoph Discher freuen sich über die Weiterführung der erfreulichen Zusammenarbeit

Darius Tabatabai hat seinen Vertrag um zwei weitere Jahre verlängert. Damit bleibt der Defensivspezialist mindestens in den kommenden beiden Spielzeiten ein zentraler Bestandteil der Verbandsligamannschaft.

Seit seinem Wechsel hat sich Tabatabai nicht nur sportlich, sondern auch menschlich hervorragend in das Team integriert. Mit seiner kompromisslosen Zweikampfführung, seinem starken Stellungsspiel und seiner Ruhe am Ball ist er aus der Defensive nicht mehr wegzudenken. Woche für Woche sorgt er für Ordnung im Abwehrverbund und verleiht der Mannschaft die notwendige Stabilität.

Seine fußballerische Ausbildung erhielt Tabatabai in renommierten Nachwuchsleistungszentren. Er durchlief die Jugend des 1. FC Heidenheim sowie der Stuttgarter Kickers. Eine besondere Verbindung zum Verein ergibt sich zudem durch seine Familie: Sein Bruder Philipp steht ebenfalls im Kader der TSG und hat seinen Vertrag am Sauerbach bereits verlängert. Die beiden prägen somit gemeinsam das Gesicht der Mannschaft und stehen sinnbildlich für Zusammenhalt und Identifikation mit dem Verein.

Ein guter Deal für beide Seiten

Der Vorsitzende Achim Pfeifer zeigt sich entsprechend zufrieden mit der Vertragsverlängerung: „Darius gibt unserer Defensive eine absolute Stabilität und ist ein enormer Mehrwert für die Mannschaft. Spieler mit seiner Qualität, seiner Einstellung und seinem Teamgeist sind für uns extrem wichtig. Umso mehr freuen wir uns, dass wir den gemeinsamen Weg fortsetzen können.“

Die TSG 1899 blickt mit großer Zuversicht auf die kommenden Jahre und ist überzeugt, gemeinsam mit Darius Tabatabai weitere sportliche Erfolge feiern zu können.

Von Dennis Sabanov

 

Kuriositätenkabinett in Weilimdorf: TSG hadert mit Begleitumständen und Unterzahl

Es war eine jener Partien, die man so schnell nicht vergisst – leider aus den falschen Gründen. Bei der 1:3-Niederlage der TSG Hofherrnweiler-Unterrombach beim TSV Weilimdorf rückte das Sportliche zeitweise fast in den Hintergrund. Ein verletzter Unparteiischer, ein improvisiertes Schiedsrichtergespann und eine höchst diskussionswürdige Rote Karte prägten einen turbulenten Nachmittag in der Verbandsliga.

Die Begegnung begann für die Weststädter denkbar ungünstig. Die Hausherren agierten druckvoll und nutzten in der 17. Minute eine ihrer ersten Chancen, als Daniel Baierle per Kopf zur Führung traf. Die TSG kämpfte sich in der Folge mühsam in die Partie, ehe es kurz vor dem Pausenpfiff zur großen Zäsur kam: Schiedsrichter Benjamin Schmidt verletzte sich in der 42. Minute ohne Fremdeinwirkung so schwer, dass er das Feld verlassen musste.

Was folgte, glich einem organisatorischen Kraftakt. Während ein Abbruch drohte, rückte Linienrichter Sascha Wirth in die Mitte. Da kein offizieller Ersatz auf den Rängen zu finden war, übernahm kurzerhand der Weilimdorfer Teambetreuer Hassan Lamari die Fahne an der Seitenlinie. In der verbleibenden Nachspielzeit der ersten Hälfte schien die TSG das Chaos besser wegzustecken: Nico Zahner schaltete nach Wiederanpfiff am schnellsten und markierte in der 45. Minute den psychologisch eminent wichtigen 1:1-Ausgleich.

Der Knackpunkt: Eine folgenschwere Fehlentscheidung

Die Hoffnung, den Schwung aus der Kabine mitzunehmen, erhielt jedoch früh einen Dämpfer. In der 52. Minute brachte Erdinc Bozoglu die Gastgeber per Hacke erneut in Front. Doch die eigentlich spielentscheidende Szene ereignete sich nur sechs Minuten später: Bei einem Klärungsversuch im Strafraum kam Philipp Tabatabai einen Schritt zu spät.

Während der Strafstoßpfiff vertretbar war, sorgte die anschließende Entscheidung von Ersatz-Referee Wirth für Fassungslosigkeit bei den Gästen: Er zeigte Tabatabai die Rote Karte. Da der Angriff unmissverständlich dem Ball galt, wirkte die verhängte „Doppelbestrafung“ (Elfmeter und Platzverweis) wie ein Relikt aus vergangenen Zeiten und stieß im TSG-Lager auf massives Unverständnis. Tamer Fara ließ sich nicht beirren und verwandelte sicher zum 3:1-Endstand (64.).

Moral in Unterzahl wird nicht belohnt

Trotz numerischer Unterlegenheit warf die TSG in der Schlussphase noch einmal alles nach vorne, doch gegen die nun tief stehenden Weilimdorfer fehlte die nötige Durchschlagskraft. Die Gastgeber beschränkten sich auf das Verwalten des Ergebnisses und ließen die TSG-Offensive nicht mehr zur Entfaltung kommen.

„Es war ein durch die Umstände völlig zerfahrenes Spiel“, bilanzierte man nach dem Abpfiff enttäuscht. „Die lange Unterbrechung und die unglückliche Rote Karte haben uns jeglichen Rhythmus geraubt. In Unterzahl war es gegen einen stabilen Gegner schwer, noch einmal zurückzukommen.“

Für die Mannschaft von Patrick Faber und Bastian Heidenfelder gilt es nun, den Fokus schnell wieder auf das Wesentliche zu richten und die bittere Pille in Stuttgart abzuhaken. Bereits am nächsten Spieltag will die TSG wieder mit spielerischen Mitteln – und hoffentlich unter gewöhnlichen Rahmenbedingungen – punkten.

TSG: Barth – Ruth, Wageman, Darius Tabatabai, Ziemer (67. Jonus) – Seidler (43. Bucan), Zahner, Freitag (75. Sanyang), Klenk (43. Köhnlein) – Ibrahim (75. Kuntz), Philipp Tabatabai.

Tore: 1:0 Daniel Baierle (17.), 1:1 Nico Zahner (45.), 2:1 Erdinc Bozoglu (52.), 3:1 Tamer Fara (64.).

Besondere Vorkommnisse: Philipp Tabatabai (Rote Karte)

Von Kai Eder

TSG vor wegweisendem Auswärtsduell

Die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach gastiert am Samstag, 4. April 2026 beim TSV Weilimdorf. Anpfiff der Verbandsliga-Partie des 24. Spieltags ist um 15.30 Uhr.

Zuletzt musste die TSG gegen den Tabellenführer Young Boys Reutlingen eine Niederlage hinnehmen. In der Tabelle ist die Elf von Patrick Faber und Bastian Heidenfelder derzeit im Mittelfeld auf Rang 11 zu finden. Die 33 Punkte bedeuten aktuell ein gutes Polster, das die TSG mit weiteren Zählern vergrößern will, um den Abstand zur hinteren Tabellenregion auszubauen und den Klassenerhalt möglichst frühzeitig abzusichern.

Am Osterwochenende wartet mit dem TSV Weilimdorf ein Gegner aus dem Tabellenkeller: Das Team von Trainer Patrick Härle steht bei 26 Punkten und benötigt im Heimspiel weitere Zähler, um sich im Abstiegskampf zu stabilisieren. Zuletzt kam Weilimdorf beim TSV Oberensingen mit 0:5 unter die Räder.

Auf das Team aus der Weststadt wartet eine anspruchsvolle Auswärtsaufgabe. In Weilimdorf hatte die TSG in der Vergangenheit wiederholt Schwierigkeiten, zu einem positiven Ergebnis zu kommen.

Für die Mannschaft von Patrick Faber geht es darum, die nächsten Punkte zu holen und das Polster auf die Abstiegsränge weiter auszubauen. Dafür wird es darauf ankommen, die eigene Spielanlage über die gesamte Spielzeit stabil umzusetzen und Fehler zu vermeiden.

Wichtiger Hinweis: Die TSG setzt wie gewohnt einen Bus zum Auswärtsspiel beim TSV Weilimdorf ein. Abfahrt ist um 12.30 Uhr im FRITZ-Sportpark. Treffpunkt 12.15 Uhr. Die Kosten für den Bus betragen 15 EUR inklusive einer Eintrittskarte für die Partie. Anmeldungen per E-Mail unter a.pfeifer@tsg-1899.de oder telefonisch/Whatsapp bei Mario Katinic unter 0172/6353256.

Von Kai Eder

TSG verliert zu deutlich gegen Tabellenführer

Die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach unterliegt gegen die Young Boys Reutlingen klar mit 1:4, aber deutlich zu hoch.

Wer den Endstand der Verbandsligapartie zwischen der TSG Hofherrnweiler-Unterrombach und Tabellenführer Young Boys Reutlingen am Samstag gesehen hat, könnte denken, dass die Faberelf vom Favoriten erwartungsgemäß dominiert wurde. Tatsächlich zeigte sich die Mannschaft des gebürtigen Königsbronners Volker Grimminger aber einfach unfassbar effektiv und zeigte, wieso sie die Verbandsliga dermaßen dominiert. Das Team, das nun in sechs der letzten sieben Spiele vier Treffer oder mehr erzielte, lieferte eine Blaupause in Sachen Chancenverwertung ab. Über weite Strecken zeigte sich die TSG offensiv engagiert, was gegen den vermeintlichen Meister aber letztlich zu wenig war.

Mit einem abwechslungsreichen Beginn wurden die rund 250 Gäste im FRITZ Sportpark nicht enttäuscht. Während die Gäste im Angriff durch den in letzter Sekunde geblockten Diescher die erste gute Möglichkeit hatten, fühlte im Gegenzug auch die Mannschaft aus der Weststadt erstmals vor. Doch zwingend wurde es erst durch den Spitzenreiter. Nach einem Steckpass war links Ante Galic frei vor Joshua Barth, der den ersten Schuss noch stark parierte, beim Nachschuss aber machtlos war.

Davon ließ sich die TSG aber nicht beirren und war vorne weiterhin kreativ. Eine kurz ausgeführte Eckballvariante über Zahner und Köhnleins Hacke landete im Rückraum bei Maximilian Klenk. Der Sommerneuzugang visierte den linken Knick an, während Martin Welsch im Gästetor nur staunen konnte. Auf der Torlinie klärte allerdings noch ein Defensivmann per Kopf und verhinderte das Traumtor.

Reutlingen entscheidet das Spiel vor der Pause

Nach 23 Minuten zeigte Reutlingen erneut, wieso das Team vermutlich aufsteigen dürfte. Linksverteidiger Ziemer schlug in der Weilermer Abwehr ein Luftloch und der Ball landete überraschend bei Thomas Diescher, der direkt schaltete und nach guter Annahme humorlos aus 14 Metern flach ins Eck vollstreckte. Von diesem Rückschlag musste sich die Sauerbachelf in den folgenden Minuten erst einmal erholen und versuchte, etwas Ruhe in die Partie zu bringen. Erst vor der Pause kam wieder etwas Schwung ins Spiel, als die Hausherren über Ecken und Freistöße zu Annäherungen kamen. Darius Tabatabai Köpfte eine Freistoßflanke knapp rechts vorbei, Köhnlein zielte aus der zweiten Reihe hingegen zu weit nach links. Und so kam es, wie es bereits zuvor zweimal gekommen war: Reutlingen erhöhte mal wieder. Eine scharfe Hereingabe von links wollte Innenverteidiger Marc Wagemann vor seinem Gegenspieler klären. Der Ball landete allerdings im eigenen Tor.

Nach diesem Schlag in die Magengrube wechselte Trainer Patrick Faber dreimal. Für Wagemann, Ziemer und Klenk kamen Damjan Bucan, Yusuf Baran und Enhar Jonus. Auf dem Feld passierte in der Folge wenig. Reutlingen konnte sich auf dem souveränen Vorsprung ausruhen und die TSG wollte nicht in den nächsten Gegentreffer laufen. Nach Julian Köhnleins scharfer Flanke von rechts verfehlte Kilian Kuntz die Kugel in der Mitter um Haaresbreite nach etwa einer Stunde. Diese Chance brachte der TSG neue Motivation und fünf Minuten später stand es dann tatsächlich 1:3. Nach Nicola Zahners Eckball verlängerte Köhnlein per Kopf und in der Mitte konnte Hakan Aktepe nicht mehr ausweichen – das nächste Eigentor.

Wer jetzt an eine Schlussoffensive der Heimmannschaft dachte, wurde bitter enttäuscht. Denn keine vier Minuten später war der alte Abstand wiederhergestellt. Geradlinig kombinierte sich das Team von Übungsleiter Volker Grimminger über rechts durch. Die punktgenaue Flanke verwertete Adil Iggoute ohne Probleme. In der Schlussphase passierte wenig und so blieb es in einer unterhaltsamen Partie beim 1:4. In einer wahrlich nicht schlechten, aber zu fehlerhaften Partie der TSG bleibt am Ende nur der Blick auf den Karsamstag, wenn es auswärts gegen Weilimdorf geht. An der Tabellenspitze haben die Young Boys Reutlingen nun sieben Punkte Vorsprung auf Verfolger Holzhausen.

Tore: 0:1 Galic (11.), 0:2 Diescher (23.), 0:3 Eigentor (44.), 1:3 Eigentor (67.), 1:4 Iggoute (71.)

TSG: Barth – Wünsch, D. Tabatabai, Wagemann (46. Bucan), Ziemer (46. Jonus)– Klenk (46. Baran), Freitag, Köhnlein, Zahner – P. Tabatabai (81. Sanyang), Kuntz (56. Ibrahim)

Von Patrick Schlipf