Wiedersehen für Gjini und Lander

Wenn am kommenden Freitag (9. Oktober) um 19:00 Uhr der Schiedsrichter Niklas Straßer die Partie auf dem Rasen des TSV Oberensingen anpfeift, steht weit mehr als „nur“ ein normales Punktspiel auf dem Programm. Es ist ein mit Spannung erwartetes Duell im oberen Tabellendrittel der Verbandsliga-Württemberg, bei dem zwei formstarke Mannschaften aufeinandertreffen und TSG-Trainer Leo Gjini an seiner alten Wirkungsstätte auf viele bekannte Gesichter treffen wird.

Dass dieses Flutlichtspiel ein fußballerisches Highlight werden könnte, liegt vor allem an den jüngsten Leistungen beider Kontrahenten vom vergangenen Spieltag. Beim ambitionierten Tabellennachbarn Sportfreunde Schwäbisch Hall geriet der TSV zunächst in Rückstand, zeigte daraufhin aber eine starke Reaktion. Am Ende stand eine packende Offensiv-Partie und ein verdienter 5:2-Sieg auf der Anzeigetafel. Getragen von treffsicheren Akteuren wie Patrick Werner und Samuel Bosler demonstrierte der TSV eindrucksvoll ihre enorme Offensivpower.

Noch ein Stück weiter nach oben zeigt die Formkurve der Gäste von der TSG. Mit einem echten Blitzstart und einem souveränen 2:0-Heimsieg gegen den FC Rottenburg feierten die Jungs vom Sauerbach bereits ihren fünften Dreier in Serie. Dank dieser beeindruckenden Siegesserie hat sich das Team auf den fünften Tabellenrang vorgeschoben und gehört zu den absoluten Teams der Stunde.

Im Fokus: Die Rückkehr von Leo Gjini und seinen „Ex-Oberensingern“

Dass dieses Duell purer Zündstoff ist, liegt vor allem an den personellen Verbindungen zwischen den beiden Vereinen. Im absoluten Zentrum des Interesses steht dabei Trainer Leo Gjini. Bis zum Sommer prägte der erfahrene Coach das Gesicht des TSV an der Seitenlinie über Jahre hinweg maßgeblich. Zur neuen Runde übernahm er das sportliche Ruder in der Weststadt und hauchte dem Team genau den Spirit ein, den es jetzt auf Tabellenplatz fünf trägt. Nun kehrt Gjini als sportlicher Architekt des Gegners an seine alte Wirkungsstätte zurück. Er kennt die Abläufe, die Kabine und einige Spieler des TSV in- und auswendig. Umgekehrt wissen auch die Oberensinger sehr gut, wie ihr ehemaliger Erfolgscoach taktisch agieren könnte.

Zusätzliche Brisanz erhält das Spiel durch Akteure wie Georgios Avtzis, die im Sommer den Weg mitgemacht und den Verein gewechselt hat und nun im Trikot der Gäste eine absolute Schlüsselrolle einnimmt.

Der TSV will den Heimvorteil nutzen, die eigenen Fans im Rücken mobilisieren und mit gewohnter Heimdominanz zeigen, dass man das Heft des Handelns auf dem heimischen Geläuf nicht aus der Hand gibt. Die TSG reist als Fünfter mit breiter Brust und einer Serie von fünf Siegen im Rücken an, brennend darauf, ausgerechnet beim ehemaligen Zuhause ihres Trainers ein dickes Ausrufezeichen zu setzen.

Von Kai Eder

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